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Dynamik-Umfang


Der Dynamikumfang (DR, Dynamic Range, Kontrastumfang) ist ein wichtiges Kriterium in der Fotografie. Er gibt den maximal möglichen Unterschied zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Punkt im Bild an. Sehr oft reicht der Dynamikumfang des Films oder des Sensors nicht aus, um alle vorhandenen Helligkeitswerte darzustellen. Dann sind die hellen Stellen "ausgefressen" und / oder die dunklen Stellen "abgesoffen". Ein typisches Beispiel ist eine Landschaft, die an einem sonnigen Tag fotografiert wird. Belichtet man auf die Mittelwerte, dann sind die Schattenbereiche schwarz (unterbelichtet) und die Wolken weiß (überbelichtet), also ohne Struktur.

Bei der analogen Fotografie hatte man bei Landschaftsaufnahmen nur die Möglichkeit, bei blauem Himmel mit einem Polfilter den Himmel dunkler zu machen oder mit einem Verlaufsfilter die Helligkeit eines Bildbereiches zu reduzieren. Da Diafilme einen relativ niedrigen Dynamikumfang haben, muss bei der Belichtung sehr genau darauf geachtet werden, dass die Helligkeitsunterschiede im Bild nicht zu hoch sind.

Digitalkameras haben einen höheren Dynamikumfang als Diafilme. Dieser Dynamikumfang kann jedoch nicht auf einem normalen Monitor dargestellt werden. Auch bei der Ausbelichtung auf Fotopapier gehen die hellen und dunklen Bereiche verloren. Deshalb muss der Dynamikumfang quasi 'komprimiert' werden. Die meisten Kameras haben die Möglichkeit, den Dynamikumfang schon bei der Erstellung des JPEG-Bildes zu 'komprimieren' (manche Hersteller nennen das Dynamik-Optimierung). Geschieht dies nicht, ist bei der Landschaftsaufnahme aus unserem Beispiel im JPEG-Format der Himmel weiß, im Rohformat jedoch blau. Generell empfiehlt es sich, wichtige Fotos im RAW-Format abzuspeichern. Wer nur im JPG-Format fotografiert, verliert wertvolle Bildinformationen.

Viele digitale Kameras bieten die Möglichkeit, eine HDR-Aufnahme zu machen. Dazu wird eine Belichtungsreiche erstellt, d.h. in der Regel werden drei Fotos mit unterschiedlicher Belichtung schnell hintereinander gemacht. Die Kamerasoftware erstellt aus den drei Fotos ein Bild mit hohem Dynamikumfang (HDR), wobei die Schattenbereiche aus der überbelichteten Aufnahme genommen werden und die hellen Bereiche aus der unterbelichteten Aufnahme. Bei einer kamerainternen HDR-Aufnahme erhöht sich der Dynamikumfang in der Regel um 3-6 Blendenstufen. Bessere Ergebnisse erzielt man meistens, wenn das HDR-Foto mit einem speziellen Programm am PC erstellt wird.



Medium
DR in Blendenstufen
Menschliches Auge20
HDR Video17,6
HD Beamer13-16
TIF Datei
16
JPEG Datei8
TFT-Monitor8-10
Hochglanz-Papierfoto6
Farb-Negativfilm ISA 1008-10
SW-Negativfilm ISA 10010-12
Farb-Diafilm ISA 1006-8
Diascanner10-12
Phase One IQ3 10015,0
Nikon D800E12,7
Canon EOS 5D Mark III9,7
Fuji XT-111,3
Sony Nex 69,7
Sony A7 II10,0
Sony A7r12,0
Pentax K-5 IIs9,3
Samsung NX2009,7
Olympus PEN E-PM210,3
Olympus OM-D E-M511,3
Leica T9,7



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